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Aktuelles zum Beratungszentrum zu Fragen der SRHR und Familienplanung

Images © by Pamoza

Inzwischen ist auch die energetische Erweiterung des POS-Zentrums weitestgehend abgeschlossen. Ins-besondere ermöglicht die neu installierte Solaranlage einen kontinuierlichen Betrieb des Zentrums, sodass alle Dienstleistungen unabhängig von den weiterhin bestehenden gravierenden täglichen Stromlimitierungen angeboten werden können und eine durchgehende Kühlung empfindlicher Medikamente gewährleistet ist.

Begleitet wurden unsere Aktivitäten wieder durch drei sogenannte „Big Walks“, Informationsveranstaltungen auf Bezirksebene, an denen über 4.300 Teilnehmer teilnahmen, darunter Jugendliche, Bezirksbeamte, Gesundheitspersonal, traditionelle Führer und einflussreiche Persönlichkeiten aus den Gemeinden. Damit waren dies die größten Veranstaltungen zum Thema SRHR in Karonga.

Ende April 2026 haben wir die offizielle Projektphase des vom BMZ co-finanzierten Projektes zur Errichtung eines Beratungszentrum, Pamoza One Stop Centre, zu Fragen von SRHR (Sexual  and Reproductive Health and Rights) erfolgreich abgeschlossen. In den letzten Projektmonaten war eine Einfriedung des gesamten Geländes mit einer ca. 300 m langen Mauer erfolgt, wodurch eine zuverlässige Zugangskontrolle und Bewachung des Geländes ermöglicht und Sicherheit und Privatsphäre des POS-Zentrums weiter erhöht wurden. Es ist jetzt in die Gesundheitsplattform des District Hospitals von Karonga eingebunden und zu einer zentralen Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene geworden. In den vergangenen Monaten wurde es monatlich von mindestens 2.000 Personen aufgesucht, die dort einen sicheren Raum für Youth Friendly Health Services (YFHS) vorfinden.

Die verbesserte Verfügbarkeit von Dienstleistungen und Informationen zu Fragen der SRHR trug zu einem besseren Zugang zu und einer stärkeren Inanspruchnahme von Familienplanung und YFHS bei. Die Ergebnisse einer vergleichenden Befragung zu Beginn und am Ende des Projektes unter zufällig ausgewählten jungen Menschen aus dem Distrikt Karonga  zeigen, dass sich bei den Befragten der Zugang zu Familienplanungsdiensten mehr als verdoppelt hat. Gleichzeitig stieg die Fähigkeit, anhand von fundierten Informationen persönliche Entscheidungen zu treffen und Zugang zu den bevorzugten Familienplanungsmethoden zu erhalten, deutlich.

Die vielen im Rahmen des Projektes durchgeführten Informationsveranstaltungen und Schulungen sowie Radiosendungen und SocialMedia-Aktivitäten trugen zudem zu umfassenden Verbesserungen bei der Kenntnis und im Umgang mit Themen im Bereich von SRHR bei. So wurde bei fast allen Befragten am Ende des Projektes zumindest ein grundlegendes Wissen über SRHR festgestellt, während 93 % der Befragten angaben, dass die Stigmatisierung im Zusammen-hang mit dem Zugang zu Dienstleistungen im Bereich von SRHR abgenommen habe. Von den befragten jungen Menschen gaben insgesamt 87 % an, mit den erhaltenen Dienstleistungen zufrieden zu sein, darunter 75 %, die sehr zufrieden waren.

Auch die Unterstützung durch die Gemeinschaft verbesserte sich, wobei traditionelle Führer den Zugang junger Menschen zu Dienstleistungen im Bereich der Familienplanung und SRHR zunehmend befürworteten.

Um junge Menschen weiterhin auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu unterstützen, sind wir dringend auf Ihre Hilfe und Ihre Spenden angewiesen.     Jede Spende hilft!